Interessanter Unterricht außerhalb der Berufsschule

Am 23.11.2016 waren wir im Rahmen einer Unterrichtsverlagerung vom Raum 225 am Standort Zeitz in der Niederlassung der Seifert-Logistics Group GmbH in Zorbau.

Den grauen Turm mit dem blau- weiß- roten Logo und dem „Seifert-Logistics“ Schriftzug direkt an der A9 bei Weißenfels kennen bestimmt viele. Uns interessierte aber speziell, was sich direkt auf der „Crossdocking-Plattform“ in den Hallen unterhalb des Turmes abspielt. Das war für uns als Fachkräfte für Lagerlogistik in LF 10 „Logistische Prozesse optimieren“ für die Lernsituation „Verfahren zur Optimierung“ eine interessante Erfahrung. In der Logistik geht es bei der Optimierung letztendlich immer um die Verringerung von Kosten. Das Crossdocking (CD) ist so organisiert, dass Waren nur noch zwei bis sechs Stunden im Gegensatz zu Tagen oder Wochen im Lager verweilen und alles auf Paletten verbleibt. Somit wird extrem Zeit gespart und Kosten für die Anschaffung sowie das Ein- und Auslagern von Regalen entfallen. Außerdem wird durch ein spezielles IT-Konzept erreicht, dass nur noch ein LKW mit den bestellten Artikeln, in der bestellten Menge zu den Kunden liefert und nicht mehr jeder Lieferant mit seinem LKW und seinen Artikeln von Kunde zu Kunde fährt. Diese Methode trägt dazu bei, die Schadstoffbilanz der LKWs auf ein umweltverträgliches Maß zu senken. Ebenso wird die Belegung von Verkehrsflächen durch LKWs reduziert und die Kunden können ihren Personalbedarf für Warenannahme und Einlagerung günstiger planen.

Interessant waren auch Informationen, die wir nebenbei zu den Aufgaben der „Seifert-Logistics“ bei Porsche erhielten. Die Macher bei Porsche planen, den Panamera GT2 mit ca. 1200 Konfigurationsmöglichkeiten in ca. 160 bis 180 Einheiten täglich zu produzieren. Dieser Problematik des Just in sequence (Jedes vom Kunden individuell gewünschte Ausstattungsbauteil wird direkt zum Produktionsschritt an das Band geliefert.) hat sich „Seifert-Logistics“ gestellt und eine Lösung gefunden. Hierbei muss man bedenken, dass beim aktuellen VW Golf ca. 450 Konfigurationsmöglichkeiten bestehen. Dieser Einblick in andere Möglichkeiten der Logistik war eine echte Horizonterweiterung, da jeder von uns letztendlich nur die Funktion seines eigenen Unternehmens kennt.

Wir danken Frau Pomp für die Organisation des Besuches, Herrn Wolter (Niederlassungsleiter) für den informativen theoretischen Teil, Herrn Holzapfel für die Führung über die CD Plattform mit den vielen praktischen Details und Herrn Tzscharnke (KL-WLOG14) für das Zustandekommen dieser Veranstaltung.

Die Klasse Fachkraft für Lagerlogistik 14

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