Gedenkstättenfahrt in die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora nach Nordhausen
„Erinnern heißt, eines Geschehens so ehrlich und rein zu gedenken, daß es zu einem Teil des eigenen Innern wird“ sagte Richard von Weizsäcker in seiner Rede vom 8. Mai 1985 anlässlich des Gedenkens an den 40. Jahrestag des Kriegsendes.
Mit Lehrbuchtexten und YouTube-Dokumentationen lässt sich diese Art von Erinnerungskultur, die der Alt-Bundespräsident damals wohl meinte, nur schwierig erzielen. Aus diesem Grund fuhren Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs BG 24 am 1. September 2026 nach Nordhausen in die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Am Fuße des Kohnstein erfuhren die Lernenden, wie Häftlinge dort vor über 80 Jahren unter unmenschlichen Bedingungen zur Arbeit für die NS-Rüstungsindustrie gezwungen wurden, was für mindestens 20.000 Menschen den Tod zur Folge hatte.
Nach einer in die Geschichte und die Bedeutsamkeit der Gedenkstätte einführenden Gesprächsrunde erhielten die Teilnehmenden eine von kompetenten Guides geleitete Führung auf dem Areal des ehemaligen Konzentrationslagers. Neben dem Appellplatz und dem Krematorium hat vor allen Dingen die Stollenanlage bei den Mitreisenden bleibende Eindrücke hinterlassen: Wie es den Häftlingen in dieser „Hölle von Dora“ möglich war, auf engstem Raum und bei schlechter Ernährung im 8 Grad Celsius kalten Bergwerk Tag für Tag schwerste körperliche Arbeit zu verrichten, ist kaum vorstellbar.
Wir danken an dieser Stelle Frau Civrili vom Bildungsbüro des Burgenlandkreises für die engagierte Organisation, den Mitarbeitenden der KZ-Gedenkstätte für die professionelle Durchführung sowie der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, dem Burgenlandkreis sowie der Sparkasse Burgenlandkreis für die Finanzierung dieser Veranstaltung, die vielen Schülerinnen und Schülern noch lange in Erinnerung bleiben wird.



